Lern- und Begegnungsort auf dem Ev. Friedhof Haspe

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Karin Thoma-Zimmermann

Auf dem evangelischen Friedhof Haspe engagiert sich ein Team aus 15 Ehrenamtlichen für Biodiversität, Klimaschutz, Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Seit dem Beginn des BiCK-Projekts im Jahr 2023 hat sich der Friedhof zu einem Ort entwickelt, an dem Menschen unterschiedlicher Generationen, Kulturen und Lebenswelten gemeinsam Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung übernehmen.

Neben dem ehrenamtlichen Team konnten Grundschulkinder, junge Erwachsene von Bethel.regional, Seniorinnen und Senioren sowie ehemalige Geflüchtete aus Afghanistan und der Ukraine in das Projekt eingebunden werden. Gemeinsam wurden Obstbäume, klimaresistente Gehölze und Staudenbeete gepflanzt. Darüber hinaus entstand ein Garten der Erinnerung. Auf diese Weise entwickelte sich ein Netzwerk verschiedener Generationen und Institutionen. Menschen, die sich zuvor kaum begegnet wären, arbeiten und gestalten heute gemeinsam.

Die Nachhaltigkeit des Projekts wird durch die kontinuierliche Pflege der Flächen sowie durch Umweltbildungsangebote und Öffentlichkeitsarbeit sichergestellt. In Kooperation mit der Biologischen Station Hagen werden Führungen zu den Themen Natur- und Klimaschutz angeboten. Der interaktive Themenweg „Weg der Schöpfung“ lud zur Osterzeit 2025 große und kleine Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich gemeinsam mit dem Thema Schöpfung auseinanderzusetzen. Auch die Eröffnungs- und Abschlussveranstaltungen mit Andachten wurden aktiv begleitet und mitgestaltet.

Zwei weitere Projekte setzen zusätzliche Schwerpunkte. Mit dem von der Universität Bonn entwickelten Naturzertifikat „Heupferdchen“ entdecken Grundschul- und Förderschulkinder die Vielfalt der Natur und werden zu einem respektvollen Umgang mit der Schöpfung angeleitet. Der Friedhof erweist sich dabei als besonders geeigneter Lernort.

Zugleich wird ein historisches Gräberfeld ehemaliger Zwangsarbeiter ökologisch umgestaltet. Blühwiesen und Staudenbeete ersetzen die bisher monotone und für Insekten wenig wertvolle Bepflanzung. Eine Informationstafel mit der Dokumentation der 178 Namen der Verstorbenen sowie eine Bank zum Verweilen verbinden eine würdige Erinnerungskultur – unter dem Leitgedanken „Gebt uns unsere Namen zurück!“ – mit Natur- und Klimaschutz.

Finanzierung Klimapauschale

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