BiodiversitätsCheck in Kirchengemeinden (BiCK)
Das Projekt „BiodiversitätsCheck in Kirchengemeinden“ – kurz BiCK – fördert Biologische Vielfalt auf Friedhöfen der Ev. Kirche von Westfalen, z.B. durch Pflanzen insektenfreundlicher Stauden, Blumenzwiebeln oder einheimischer Bäume und Sträucher, durch Anbringen von Nisthilfen für verschiedenste Tiergruppen oder das Anlegen von Totholzhaufen oder Benjeshecken.
Es verfolgt zwei Ziele:
1. die Kirchengemeinden der EKvW bei der Umsetzung biodiversitätsfördernder Maßnahmen mit Beratung und Finanzmitteln zu unterstützen und
2. das Natur- und Umweltbewusstsein bei den Beteiligten zu stärken und Handlungsoptionen aufzuzeigen, etwas gegen das Artensterben zu tun und die Bedeutung der Biodiversität hervorzuheben.
Begleitend werden Multiplikator*innen ausgebildet („Schöpfungsbotschafter:innen“), die eine wichtige Rolle in puncto Kommunikation übernehmen.
Das Projekt wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums. Es hat eine Laufzeit von 2021 bis März 2026.
Durch die veränderte Begräbniskultur (70% Urnenbestattungen) entstanden ungenutzte Freiflächen. Die Tendenz zu pflegeleichten Gräbern ist ist steigend, ebenso das Problem der Versiegelung auf Gräbern (Bsp. Marmorabdeckungen) Es gilt, Überzeugungsarbeit zu leisten für noch mehr Natur auf Friedhöfen und Gräbern.
Durch die Begehungen auf den Friedhöfen mit Vertreter*innen der Kirchengemeinde wird auf die wertvollen Strukturen des Friedhofs hingewiesen und Vorschläge gemacht, die biologische Vielfalt zu fördern. Auf oft mageren Rasenflächen finden sich oft schützenswerte Kräuter, auf diese und Lebensräume für Tiere (Insekten, Vögel, Kleinsäugetiere) wird aufmerksam gemacht. Die Insektenvielfalt steht im Fokus (spezielle Nisthilfen, Insektenbeobachtung auf dem Friedhof)
