Haus Villigst, Umbau Bürohaus G4
Das 1973 erbaute Gästehaus, seit 1993 als Bürohaus genutzt, wurde 2013–2014 umfassend modernisiert. Im Rahmen eines Förderprogramms entstand ein Demonstrativbau mit 1.120 m² Nutzfläche. Ziel war eine CO₂-Reduktion von 80 %. Dazu wurde das Gebäude bis auf den Rohbau zurückgebaut, ein Vollgeschoss in Holzrahmenbauweise ergänzt und die Hülle nach Passivhausstandard ausgeführt.
Das Gebäude entsprach 2015 nicht mehr den funktionalen Anforderungen und war energetisch überaltert. Für die weitere Nutzung mussten Wirtschaftlichkeit, Denkmalschutz, Gestaltung und Klimaschutzziele vereint werden. Eine Sanierung war zwingend notwendig, um die landeskirchliche Nutzung auf Dauer zu sichern und den Energieverbrauch drastisch zu reduzieren.
Im Zuge der Modernisierung wurde das Dachgeschoss abgetragen und ein Vollgeschoss in Holzrahmenbauweise neu errichtet. Die Gebäudehülle erhielt Passivhausqualität, ergänzt durch low-tech-Lösungen wie geregelte Belüftung. Das Konzept verbindet ressourcenschonenden Erhalt mit zeitgemäßer Nutzung, senkt den CO₂-Ausstoß um 80 % und integriert das Haus gestalterisch in die historische Hofanlage.
