Käferburg in Bergkamen
Mit Kindern die Schöpfung bewahren: Eine Käferburg als Beitrag zur Biodiversität. Das BiCK-Projekt hat uns ermutigt, aktiv zu werden.
In einer Gemeinschaftsaktion haben der Förderverein des Friedhofs Overberge, der NABU, die Initiative „Lernort Natur“ der Kreisjägerschaft Unna sowie Kinder mit ihren Müttern und einer pädagogischen Fachkraft des Ev. Familienzentrums „Büscherstiftung“ eine Käferburg auf dem Friedhof errichtet. Im Vorfeld haben sich die Kinder in der Kita gemeinsam mit der KJS auf das Vorhaben vorbereitet. Sie haben geforscht, beobachtet und gesungen.
Unter fachkundiger Anleitung entstand auf einer freien Grabstelle die Käferburg. Die Mitglieder des Fördervereins steuerten große Baumwurzeln und Eichenäste bei, die Kinder brachten selbst gesammelte Äste, Laub und kleine Zweige mit.
Die Zielsetzung des Projektes ist die Verknüpfung von Natur- und Umweltbildung, religiöser Bildung und sozialem Lernen. Dabei wird die Schöpfung konkret erfahrbar und es wird sichtbar, wie kleine Handlungen zum Erhalt der Natur und damit zur Erhaltung der Schöpfung Gottes beitragen. Der Friedhof wird als Natur- und Lernort erfahrbar, der über seine klassische Funktion hinaus einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz leistet.
Von der Planung über die Vorbereitung und den Bau bis hin zur Besiedlung durch die Käfer ist das Projekt in eine langfristige pädagogische Arbeit eingebettet. Die Kinder erleben über einen längeren Zeitraum, wie sich der von ihnen geschaffene Lebensraum entwickelt.
Das Projekt zeichnet sich zudem durch seinen generationenübergreifenden Charakter und die breite Vernetzung aus. Verschiedene Akteur*innen bringen ihre spezifischen Kompetenzen ein und schaffen so ein lebendiges Beispiel für gelebte Bildungspartnerschaft. Es wird deutlich, wie gemeinschaftliches Engagement nachhaltige Bildungsprozesse fördern kann. Ein Grundstein für ein langfristiges Umweltbewusstsein wird gelegt und zugleich deutlich: Naturschutz beginnt schon bei den Jüngsten.
