„Exit Fast Fashion“ – raus aus der schnelllebigen Kleidungssituation beim Berufskolleg Stift Cappel

„Exit Fast Fashion“ – raus aus der schnelllebigen Kleidungssituation beim Berufskolleg Stift Cappel „Exit Fast Fashion“ – raus aus der schnelllebigen Kleidungssituation beim Berufskolleg Stift Cappel „Exit Fast Fashion“ – raus aus der schnelllebigen Kleidungssituation beim Berufskolleg Stift Cappel „Exit Fast Fashion“ – raus aus der schnelllebigen Kleidungssituation beim Berufskolleg Stift Cappel „Exit Fast Fashion“ – raus aus der schnelllebigen Kleidungssituation beim Berufskolleg Stift Cappel „Exit Fast Fashion“ – raus aus der schnelllebigen Kleidungssituation beim Berufskolleg Stift Cappel
Berufskolleg Stift Cappel

Die Schülervertretung und die Fairtrade-Gruppe „FairStift(en)“ des Stift Cappel – Berufskollegs für Soziales und Gesundheit des Evangelischen Kirchenkreises Soest-Arnsberg beschäftigten sich mit dem Umgang mit aussortierter Kleidung und den Auswirkungen des eigenen Konsumverhaltens. Anlass dafür waren Beobachtungen im Umfeld der Schule, wo Kleidercontainer häufig überfüllt, zweckentfremdet genutzt oder abgebaut wurden. Daraus entstand die Fragestellung, was mit abgelegter Kleidung geschieht und wie Kleidung gekauft, genutzt und weitergegeben wird. Ziel des Projekts war die Sensibilisierung der gesamten Schulgemeinschaft für die Themen Fast Fashion, nachhaltiger Konsum und der verantwortungsvolle Umgang mit Kleidung.

Im Vorfeld des Projekttages nahmen die Schülerinnen und Schüler an zwei Umfragen zum Kaufverhalten und zur Nutzung von Kleidung teil. Ergänzend wurde der eigene Kleiderschrank untersucht und die Ergebnisse ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden am Projekttag in Form von Grafiken präsentiert.

Der Projekttag unterschied sich bewusst vom regulären Unterricht. Alle Schülerinnen und Schüler konnten zwei Workshops auswählen. Beteiligt waren Lehrkräfte, Fachleute aus dem Bereich Bekleidung, Mitarbeitende des Evangelischen Kirchenkreises Soest-Arnsberg sowie weitere engagierte Personen. Thematisiert wurden unter anderem Greenwashing, die Auswirkungen von Fast Fashion auf Klima, Umwelt und Menschen, Kleiderspenden, nachhaltiges Wirtschaften, persönliche Verantwortung sowie kreative Formen der Wiederverwertung. In einem künstlerisch-praktischen Workshop entstanden aus alten Kleidungsstücken textile Bänder und eine Skulptur. Ergänzt wurde das Angebot durch eine Kleidertauschbörse, bei der mitgebrachte Kleidungsstücke neue Besitzerinnen und Besitzer fanden.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema verdeutlichte den Zusammenhang zwischen individuellem Konsumverhalten, Umweltbelastungen und sozialen Bedingungen in der globalen Textilproduktion. Besonders eindrücklich war die Erkenntnis, dass nicht mehr tragbare Kleidung häufig in andere Länder exportiert wird und dort ökologische sowie soziale Probleme verursachen kann. Gleichzeitig wurden konkrete Alternativen aufgezeigt, etwa die längere Nutzung von Kleidung, das Tauschen, Weitergeben und ein bewussteres Kaufverhalten.

Das Projekt soll auch künftig fortgeführt werden. Geplant ist, mindestens einmal jährlich eine Kleidertauschbörse innerhalb der Schulgemeinschaft anzubieten. Darüber hinaus sollen die Projektergebnisse am Tag der offenen Tür präsentiert werden, um Besucherinnen und Besucher für das Thema zu sensibilisieren. Bereits während der Projektphase zeigte sich weiteres Interesse aus dem Umfeld der Schule: Eine katholische Kirchengemeinde vor Ort erkundigte sich nach der Möglichkeit, entstandene Ausstellungsstücke zu präsentieren. Damit wirkt das Projekt über die Schule hinaus und erreicht weitere Zielgruppen.

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