Energiesparen in Großräumen: Winterkirche und neue Heizkonzepte
Um Gasverbrauch und CO₂-Emissionen zu reduzieren, führte die Gemeinde 2023/24 erneut die Winterkirche ein: Gottesdienste wurden zwischen Januar und März in die wärmer zu haltenden Gemeindesäle verlegt, während die Kirchenbauten nur frostfrei gehalten wurden (5–8 °C). Außerhalb dieser Phase wurden Kirchen nur zu Nutzungszeiten auf maximal 15 °C geheizt und anschließend wieder abgesenkt. Das führte 2024 zum niedrigsten Wärmeverbrauch im gesamten Beobachtungszeitraum – an der Paul-Gerhardt-Kirche sogar zu einer Einsparung von 44 % gegenüber dem Vorjahr. Temperatur- und Feuchtigkeitsüberwachung (inkl. Datenlogger und KlimaApp) stellte sicher, dass Orgeln und Inventar geschützt blieben. Das Konzept dämpfte zudem die Kostenexplosion bei steigenden Gaspreisen erheblich. Für 2024/25 wurde die Winterkirche aus Rücksicht auf Musikarbeit und ein neues Gottesdienstmodell ausgesetzt, was sofort zu massiven Mehrverbräuchen führte – ein deutlicher Beleg für die Wirksamkeit des Konzepts. Für die Heizsaison 2025/2026 wurde die Winterkirche darum wieder in Kraft gesetzt.
