Bunte Beete in Dortmund-Hörde
Vor drei Jahren wurde auf einem nicht mehr genutzten Teil des evangelischen Friedhofs Hörde das Projekt „Bunte Beete“ ins Leben gerufen. Der Gemeinschaftsgarten dient dem Anbau von Gemüse und steht Menschen aller Generationen, unterschiedlicher religiöser Hintergründe sowie sowohl erfahrenen Gärtnerinnen und Gärtnern als auch Gartenneulingen offen. Auch Konfirmandinnen und Konfirmanden der Gemeinde werden in die Aktivitäten einbezogen. Ein zentrales Anliegen des Projekts ist die Förderung von Biodiversität und nachhaltiger Flächennutzung. Dazu gehört unter anderem eine durch das BICK-Projekt geförderte Trockenmauer, die Lebensräume für Tiere schafft und zugleich günstige Wachstumsbedingungen für verschiedene Kulturpflanzen bietet.
In den vergangenen Jahren hat sich eine aktive Gemeinschaft gebildet, die sich regelmäßig zu gemeinsamen Gartenaktionen trifft. Dabei werden Beete gepflegt, Pflanzen gesetzt und Ernten eingebracht. Besonders Kinder erhalten die Möglichkeit, die Herkunft von Lebensmitteln kennenzulernen und praktische Erfahrungen im Gemüseanbau zu sammeln. Auf diese Weise leistet das Projekt einen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Gleichzeitig bietet der Garten älteren Menschen und anderen Interessierten einen Ort der Begegnung und des gemeinschaftlichen Austauschs.
Das Prinzip der Mischkultur prägt sowohl die Anbauweise als auch das soziale Miteinander. Die gemeinschaftlich erzeugten Erträge werden regelmäßig geteilt und bei verschiedenen Veranstaltungen der Gemeinde zur Verfügung gestellt. So konnten beispielsweise Kartoffeln aus der Ernte zu einer Kartoffelsuppe für den Erntemarkt verarbeitet werden, während Feldsalat im Rahmen eines Gottesdienstes verteilt wurde.
Zusätzlich zu den Gemüsebeeten wurden auf einer angrenzenden Wiese mehrere Obstbäume gepflanzt, die künftig weitere gemeinschaftliche Ernten ermöglichen sollen. Diese kleine Obstwiese soll in den nächsten Jahren erweitert und durch eine vielfältige, insektenfreundliche Unterpflanzung mit Stauden und Wildobst im Sinne eines essbaren Waldgartens ergänzt werden. Durch die Kombination von einjährigen Gemüsekulturen mit mehrjährigen Pflanzen und Bäumen werden zusätzliche Lebensräume für Tiere geschaffen und die ökologische Vielfalt auf der Fläche gestärkt.
