Arche, Ararat und Artenvielfalt auf dem Friedhof der Ev. Kirchengemeinde Isselhorst

Arche, Ararat und Artenvielfalt auf dem Friedhof der Ev. Kirchengemeinde Isselhorst Arche, Ararat und Artenvielfalt auf dem Friedhof der Ev. Kirchengemeinde Isselhorst Arche, Ararat und Artenvielfalt auf dem Friedhof der Ev. Kirchengemeinde Isselhorst Arche, Ararat und Artenvielfalt auf dem Friedhof der Ev. Kirchengemeinde Isselhorst Arche, Ararat und Artenvielfalt auf dem Friedhof der Ev. Kirchengemeinde Isselhorst
Ev. Kirchengemeinde Isselhorst

Eine sachkundige Begehung des Friedhofs am 5. Juni 2024 zeigte, wo bereits gute Bedingungen für Biodiversität vorhanden sind: alter Baumbestand, Sandwege, Hecken, Efeubewuchs, Moose und Flechten sowie Überhangflächen, die selten gemäht werden. Durch den Austausch mit anderen Projektgemeinden, Vorträge und Praxistage entstanden viele Anregungen, den Friedhof ökologisch weiter aufzuwerten.
Ein zentrales Element ist die Totholzskulptur „Arche“. Totholz ist Lebensraum für zahlreiche Lebewesen. Zugleich erschien das Bild der Arche inhaltlich passend: als Symbol für den Schutz und das Überleben von Vielfalt in Krisenzeiten. Menschen zwischen 10 und 70 Jahren bauten gemeinsam eine Arche aus Totholz. Seitenpflöcke wurden angespitzt und in den Boden gerammt, lange Zweige als Schiffswände eingewoben, ein alter Baumstamm dient als Mast. Mit Steinen wurde eine Igelhöhle integriert, anschließend wurde die Arche mit Baum- und Strauchschnitt gefüllt. Am Himmelfahrtstag 2025 wurde sie mit einem Gottesdienst festlich in die Gemeinde geholt.
In Sichtweite entstand die Trockensteinmauer „Ararat“. Dafür wurden rund 20 Tonnen Natursteine ober- und unterirdisch verbaut und mit Mauerpflanzen bepflanzt. Steinmauern bieten Schutzräume für Amphibien und Reptilien. Außerdem wurden ein Sonnengrab und ein Schattengrab als Beispiele nachhaltiger Grabgestaltung angelegt: mit trockenheitsverträglichen Pflanzen für sonnige Lagen und heimischen Wildpflanzen im Schatten. Informationsschilder erläutern die Bepflanzung.
Weitere Maßnahmen sind eine künftige Insektenwiese mit sechs Obstbäumen, geteilten Wiesenstauden als Initialpflanzen, der Erhalt der unversiegelten Sandwege sowie ein Wildbienenhaus, das bereits angenommen wird. Vor der Kita wurde zudem ein Schotterbeet in ein Wildstaudenbeet verwandelt, das von Kindern, Eltern und Gemeindegliedern beobachtet wird.
Engagiert haben sich ein ehrenamtliches Kernteam, zahlreiche Helferinnen und Helfer, der Heimatverein Isselhorst, die Friedhofsgärtnerin, die Friedhofsverwaltung und die Mitarbeitenden des BiCK-Projekts.

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